Till Nikolaus von Heiseler Daniela Schiffer

 
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: Evolution & Praxis
Toward an Integral Theory of Media III
Hauptstudium | Grundstudium


Das Colloquium behandelt die Frage, inwieweit Medientheorie helfen kann, heutige Gesellschaft zu beschreiben und aktive Instrumente der Exploration und Intervention zu entwickeln. Zu diesem Zweck soll ein Diskurs zwischen Medientheoretikern, Systemtheoretikern, Medienaktivisten und -künstlern angeregt werden, an dem die Colloquiumsteilnehmer partizipieren können.

Das Colloquium knüpft an unterschiedliche zur Zeit stattfindende Diskurse an und umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil:
Im theoretischen Teil diskutieren wir die "Archäologie des Wissens" von Michel Foucault und machen uns auf die Suche nach den latenten medialen Konstruktionsprinzipien des Diskurses. Im praktischen Teil werden unterschiedliche Tools der Kollaboration (Mailingliste, Wiki etc.) vorgestellt und benutzt und die Frage gestellt, ob und wie es möglich ist, einen temporären Diskurs im Internet anzuregen.
Näheres vertraulich per e-mail oder im Colloquium.

Die Veranstaltung ist als Fortsetzung konzipiert. Jedes einzelne Colloquiumreihe trägt einen eigenen Titel und soll sich auf einige wenige Ansätze und Themen konzentrieren. Auf diese Weise soll auch versucht werden, Variationen wissenschaftlicher Kommunikation zu erzeugen und konventionelle Festschreibungen (wie wissenschaftliche Kommunikation auszusehen hat und im Allgemeinen aussieht) zu verflüssigen. Zum Bruch mit der Konvention gehört der experimentelle Einsatz von Medien, Treffen an eher ungewöhnlichen und nicht akademischen Orten, Integration außerakademischer Denker und Praktiker, Selbstinszenierungen und unter Umständen auch illegale Aktionen im öffentlichen oder halb-öffentlichen Raum.

Um teilzunehmen, müssen Sie sich für das Colloquium online registrieren lassen. Tragen Sie sich entweder hier selbst ein oder schicken Sie eine e-mail mit dem Betreff "Evolution & Praxis" an neue.methode@kein.org.

Bitte laden Sie sich hier die nötigen Programme herunter.

: La Société du Spectacle von Guy Debord
Bei der Eröffnungs-Veranstaltung a m 15.April 2005 haben wir den Film "La Société du Spectacle" von Guy Debord (Frankreich 1973, 100 min) gesehen.

 

"Reality considered partially deploys itself in its own general unit as a pseudo-world apart, an object only of con templation."

Der Film wurde uns von pirate cimema zur Verfügung gestellt.

„Es ist die Gesellschaft“, schreibt Janus von Abaton über Debord, „und nicht die Technologie, die das Kino zu dem gemacht hat, was es ist. Das Kino hätte eine historische Untersuchung sein können, es hätte abstrakt, essayistisch und grausam sein können und hätte dann die Aufgabe der antiken Tragödie übernehmen können, um jenes abstrakte Denken zu vermitteln, das nötig ist, um eine auf Abstraktion bauende Staatform zu verstehen. Aus dem Kino könnte nun [mit dem gegebenen Stand der Technik (?)] etwas erwachsen, was dieser Aufgabe gerecht wird.“ Der 1973 entstandene Film »La Société du Spectacle« von Guy Debord entfaltet eine konsequente Materialästhetik und eröffnet eine Audiovisualität jenseits der Harmlosigkeit.

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: Technische Voraussetzungen
Wir empfehlen die Benutzung eines Browserprogramms, das Webstandards unterstützt, und raten daher vom Microsoft Internet Explorer ab. Wir empfehlen stattdessen den Download und die Installation des OpenSource Programms Mozilla Firefox, das besser und schneller funktioniert und weniger Sicherheitslücken aufweist.
Für alle Audiotracks verwenden wir ausschließlich das OpenSource-Format Ogg Vorbis. Wenn Sie an dem Internetcolloquium teilnehmen wollen, laden Sie sich bitte beide Programme kostenlose herunter. Wenn Sie technische Schwierigkeiten haben, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail.

Was ist Open Source?

 

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:Downloads

firefox internet browser

ogg vorbis player

more useful information

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Wir danken der Humboldt Universität, der Freien Universität Berlin und der Neuen Universität Berlin für die freundliche Unterstützung und dem Hauptstadt Kulturfond für die Mitfinanzierung der Vorbeitung des Projekts.

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>>texts
Aktuelle Sammlung von Texten

Wolfgang Hagen
Wie das Radio nicht erfunden wurde


Wolfgang Hagen spannt den Bogen von Heidegger über Hitler zur Enstehung des Radios aus einem Gedankenübertragungsexperiment:

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: Die Einführung

Am 15. April 2005 fand im Medientheater der Humbold Universität die Einführungsveranstaltung unseres Internetcolloquiums statt.
Was ist ein Internetcolloquium? Wozu Internetcolloquien? Für wen sind Internetcolloquien?
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: Spielangebote

 

: Teilnahmebedingungen
Das Colloquium ist offen für Interessierte. Es stellt lediglich Möglichkeiten bereit und verlangt deshalb die Initiative der Teilnehmer. Das Colloquium ist ungeeignet für Personen, die „motiviert werden wollen“.

Scheine können bei entsprechenden Leistungen für das Fach Soziologie von der Freien Universität und für das Fach Medienwissenschaft von der Humbold Universität ausgestellt werden.

Für Studenten mit entsprechenden Studienfächern besteht darüber hinaus die Möglichkeit, an ihrer jeweiligen Universität in Absprache mit einem Dozenten eine Arbeit in dem Format Media for one herzustellen und auf unserer Seite zur Diskussion zu stellen.

Treffen an akademischen und nicht akademischen Orten können von Colloquiumsteilnehmer vorgeschlagen werden. Die Leitung kann ggf. jedes Mal ein anderer Teilnehmer übernehmen.

Da es sich um ein Internetcolloquium handelt, gibt es keine Anwesenheitspflicht. Scheine können deshalb auch nur bei (aktiver) Beteiligung ausgestellt werden.

Welche Möglichkeiten der Beteiligung gibt es?

=> Beteiligung

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: Theoretische Grundlagen

Pflichtlektüre: Michel Foucault, Archäologie des Wissens, p.115-190, Frankfurt a.M. 1981

Weitere Literatur:
Michel Foucault: Ordnung des Diskurses (pdf)
Gilles Deleuze: Postskriptum über die Kontrollgesellschaft (pdf)
Ders.: Kontrolle und Werden (pdf)
Luhmann: Die Unwahrscheinlichkeit von Kommunikation (pdf)

Ders.: Die Realität der Massenmedien [AUDIO] (Gespräch mit Wolfgang Hagen) [TEXT]

Ders.: Die Realität der Massenmedien, 1. Kapitel (pdf)
Wolfgang Ernst: M.edium F.oucault

Weitere Links

Kittler):
Kittler: Farben und Maschinen denken
http://www.hydra.umn.edu/kittler/kittlertxt.html
http://www.kunstradio.at/BIOS/kittlerbio.html
http://netzspannung.org/positions/lectures/iconic-turn/#Kittler

Weitere Links - MEDIEN:
http://homepage.univie.ac.at/Frank.Hartmann/Links/

:Diskurs


Sie können über die mailing-list Kommentare schreiben oder pdfs versenden. Einige davon stellen wir auf die Seite >texts. Darüber hinaus werden die Voraussetzungen für die Entstehung eines Wikis bereitgestellt.

: Theorie & Praxis
Welche Art der Praxis entwickelt werden wird, soll vom Diskurs abhängig gemacht werden. Folgende Fragen könnten einen Ausgangspunkt bilden: Wie werden Diskurse entfacht? Wie werden sie moderiert? Interviewtechniken, mediale Ausdifferenzierung der Unterscheidung Interaktion-Anwesenheit-Sprechen / Interaktionsfreiheit-Abwesenheit-Schreiben. Welche Rolle können mediale Inszenierungen spielen?

: Ausgangspunkt
Unsere These ist, dass es weniger darum geht, eine immer avanciertere Technik zu entwickeln, sondern darum, die bestehenden technischen Möglichkeiten in anderer Weise zu nutzen und jene Punkte auszumachen, wo Konventionen und tradierte Formate uns daran hindern, die Chancen der Gegenwart zu ergreifen. Mit operativ herbeigeführten Brüchen, mit der Einführung von Spielregeln, mit Entscheidungen für ungewöhnlichen Einsatz von Medien, mit Übertragungen von Strukturen, Arbeitsweisen und Proportionen von einem Medium auf ein anderes, mit der Neukombination von ästhetischer und semantischer Dimension, mit experimenteller Adressierung u.a. soll der Möglichkeitsraum, der in der Differenz zwischen dem Potential des physischen Mediums einerseits und seinem Gebrauch andererseits liegt, theoretisch und praktisch erkundet werden. Um diesen Differenzraum zu erforschen, bedarf es einerseits technischen und praktischen Wissens (um die Möglichkeiten des physikalischen Mediums nicht nur zu kennen, sondern auch nutzen zu können) und andererseits einer Analyse der Formate und ihrer zwingenden Attraktivität.

[Vision]

[Möglichkeitsraum der Digitalität]

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Das Selbstbewusstsein ist an und für sich, indem und dadurch, dass es für ein anderes an und für sich ist; d.h. es ist nur als ein Anerkanntes. Hegel, Phänomenologie des Geistes

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: Wozu Medientheorie?
Wolfgang Ernst / Till Nikolaus von Heiseler

"Es gibt in der Tat diese zwei Konsequenzen aus der postmodernen Ästhetik: Die einen sagen: weg von der großen ideologischen Erzählung, (...) hin zu den Mikro-Erzählungen, an denen jeder selbst Autor oder Autorin sein kann, aber letztlich immer noch der Ästhetik der Erzählung folgt als Sinngebungs - Instanz. Die Alternative dazu ist, zu sagen, das Bedürfnis nach Erzählung ist kein anthropologisches, sondern immer schon eine Einflüsterung von Macht, die uns immer einflüstern will, es muss Ordnung geben. Es muss eine narrative Ordnung geben. Selbst wenn ihr euch die Narration selbst (...) herstellt, habt ihr euch damit schon einer Ordnung unterworfen! Das ist das Interesse von Macht." (Wolfgang Ernst)

Fassung 05/02 [pdf] - [wiki]

: Wozu Emanzipation?

E-Mail an meinen Freund Gusztáv Hámos
Emanzipation verstehen als etwas Prozessuales: als Dekonstruktion von Herrschaft. Je nachdem, wie Herrschaft verstanden wird, führt dies zu verschiedenen Emanzipationskonzepten. Im Text werden zwei Emanzipationsmodelle unterschieden. Das eine basiert auf Umverteilung, das andere auf Anerkennung. + + [text]*

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: Was bedeutet Epistemologie?
Wolfgang Hagen erklärt den Begriff Epistemologie in Bezug auf Michel Foucaults "Archäologie des Wissens". Hierbei unterscheidet er Epistemologie deutlich von Erkenntnistheorie, die immer der Subjektphilosophie verpflichtet bleibt.

+ [audio] 2 MB + + [text]*

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Volker Grassmuck
: Freie Software für Kinder, 4 min
+ [AUDIO] 3MB + + [VIDEO] 8MB

: Die Geschichte der Freien Software Bewegung, 10 min
+ [AUDIO] 8MB + + [VIDEO] 18MB

: Was ist Freie Software?, 9 min
+ [AUDIO] 7MB + + [VIDEO] 15MB

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: Das Überhörte
Nicht alles, was sich emanzipieren müsste, ist minoritär. Denn neben dem Idealmaß der Majorität und dem Antimaß der Minorität gibt es dasjenige, das noch keine Kategorie bildet. In der Suche nach dem, was jenseits der Kategorie liegt, konvergieren Epistemologie und Emanzipation. + [pdf]*

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: Präludium zu

"Gespräch

+ + + ohne Titel"
Pit Schultz und Till Nikolaus von Heiseler warten auf Dirk Baecker und unterhalten sich dabei... [pdf]

 

: Was verstehen wir unter einem Archiv?

Wolfgang Ernst erklärt den Begriff Archiv einerseits traditionell als "internes rechtsverbindlichen Gedächtnis des Staates" und anderseits im Sinne Michel Foucault als "das Gesetz dessen, was gesagt werden kann, das System, das das Erscheinen der Aussagen als einzelner Ereignisse beherrscht." (vgl. Archäologie des Wissens, F.a.M. 1973, p.187.)

+ + [audio] 2 MB + + [text] *

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: Was ist ein Medium?
Medientheoretiker antworten auf die Frage, was ein Medium sei. [mehr]

 

 

 

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Theater als Netzwerk?
Detlev Schneider, Matthias Lilienthal, Till Nikolaus von Heiseler und Florian Schneider im Gespräch.

Detlev Schneider Intendant des ITB (Imaginäres Theater Berlin) und künstlerischer Leiter des TESLA im podewilsschen Palais und Matthias Lilienthal, künstlerischer Leiter von HAU 1, HAU 2 und HAU 3, sprechen über die Frage, ob und wie Theater als Netzwerke funktionieren könnten. Ausgangspunkte sind die Klärung des Begriffes Netzwerk und das Betrachten des Theaters vor dem Horizont seiner Geschichte, seiner Funktion und seines konkreten Funktionierens. + + [audio] 12 MB + + [pdf]*

 

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Wozu Medientheorie?
"Wozu Medientheorie" ist ein kollektives Schreibprojekt, in dem neue Formen der wissenschaftlichen Kollaboration erprobt werden. Das Projekt wird im Herbst 2005 mit einer Publikation in einem kleinen Wissenschaftsverlag abgeschlossen.

[mehr]

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: FIVE LOOPS Tschad

Loops wiederholen sich endlos. Material dieser Wiederholungen sind Bruchstücke und Abfälle. Der Diskurs bewegt sich inhaltlich um die Zentren Freizügigkeit und Freiheit der Kommunikation, Minderwertigkeit und Selbstreflexion.
[mehr]