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: Evolution
& Praxis
Toward an Integral Theory of Media III
Hauptstudium | Grundstudium
Das Colloquium behandelt die Frage, inwieweit Medientheorie helfen kann,
heutige Gesellschaft zu beschreiben und aktive Instrumente der Exploration
und Intervention zu entwickeln. Zu diesem Zweck soll ein Diskurs zwischen
Medientheoretikern, Systemtheoretikern, Medienaktivisten und -künstlern
angeregt werden, an dem die Colloquiumsteilnehmer partizipieren können.
Das Colloquium knüpft an unterschiedliche zur Zeit
stattfindende Diskurse an und umfasst einen theoretischen und einen praktischen
Teil:
Im theoretischen Teil diskutieren wir die "Archäologie des Wissens"
von Michel Foucault und machen uns auf die Suche nach den latenten medialen
Konstruktionsprinzipien des Diskurses. Im praktischen Teil werden unterschiedliche
Tools der Kollaboration (Mailingliste, Wiki etc.) vorgestellt und benutzt
und die Frage gestellt, ob und wie es möglich ist, einen temporären
Diskurs im Internet anzuregen.
Näheres vertraulich per e-mail
oder im Colloquium.
Die
Veranstaltung ist als Fortsetzung konzipiert. Jedes einzelne Colloquiumreihe
trägt einen eigenen Titel und soll sich auf einige wenige Ansätze
und Themen konzentrieren. Auf diese Weise soll auch versucht werden, Variationen
wissenschaftlicher Kommunikation zu erzeugen und konventionelle Festschreibungen
(wie wissenschaftliche Kommunikation auszusehen hat und im Allgemeinen
aussieht) zu verflüssigen. Zum Bruch mit der Konvention gehört
der experimentelle Einsatz von Medien, Treffen an eher ungewöhnlichen
und nicht akademischen Orten, Integration außerakademischer Denker
und Praktiker, Selbstinszenierungen und unter Umständen auch illegale
Aktionen im öffentlichen oder halb-öffentlichen Raum.
Um teilzunehmen, müssen Sie sich für
das Colloquium online registrieren lassen. Tragen Sie sich entweder hier
selbst ein oder schicken Sie eine e-mail mit dem Betreff "Evolution
& Praxis" an neue.methode@kein.org.
Bitte laden Sie sich hier
die nötigen Programme herunter.
:
La Société du Spectacle von Guy Debord
Bei der Eröffnungs-Veranstaltung
a m 15.April 2005 haben wir
den Film "La Société du Spectacle"
von Guy Debord (Frankreich 1973, 100 min) gesehen.
   
"Reality
considered partially deploys itself in its own general unit as a pseudo-world
apart, an object only of con templation."
Der Film wurde uns von
pirate
cimema zur Verfügung gestellt.
„Es ist die Gesellschaft“, schreibt Janus von
Abaton über Debord, „und nicht die Technologie, die das Kino
zu dem gemacht hat, was es ist. Das Kino hätte eine historische Untersuchung
sein können, es hätte abstrakt, essayistisch und grausam sein
können und hätte dann die Aufgabe der antiken Tragödie
übernehmen können, um jenes abstrakte Denken zu vermitteln,
das nötig ist, um eine auf Abstraktion bauende Staatform zu verstehen.
Aus dem Kino könnte nun [mit dem gegebenen Stand der Technik (?)]
etwas erwachsen, was dieser Aufgabe gerecht wird.“ Der 1973 entstandene
Film »La Société du Spectacle« von Guy Debord
entfaltet eine konsequente Materialästhetik und eröffnet eine
Audiovisualität jenseits der Harmlosigkeit.
+ + [text]*
+ +
[Film]
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: Technische
Voraussetzungen
Wir empfehlen die Benutzung eines Browserprogramms,
das Webstandards unterstützt, und raten daher vom Microsoft
Internet Explorer ab. Wir empfehlen stattdessen den Download und
die Installation des OpenSource Programms Mozilla
Firefox, das besser und schneller funktioniert und weniger
Sicherheitslücken aufweist.
Für alle Audiotracks verwenden wir ausschließlich das
OpenSource-Format Ogg Vorbis. Wenn Sie an dem Internetcolloquium
teilnehmen wollen, laden Sie sich bitte beide Programme kostenlose
herunter. Wenn Sie technische Schwierigkeiten haben, schreiben Sie
uns bitte eine E-Mail.
Was
ist Open Source?
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- + - -+ - -+ - - + - -+ - -+ -
:Downloads
firefox
internet browser
ogg
vorbis player
more
useful information
-
+ - -+ - -+ - - + - -+ - -+ -
Wir danken der Humboldt
Universität, der Freien Universität Berlin und der Neuen Universität
Berlin für die freundliche Unterstützung und dem Hauptstadt
Kulturfond für die Mitfinanzierung der Vorbeitung des Projekts.
- + - -+ - -+ - - + - -+ - -+ -
>>texts
Aktuelle Sammlung von Texten
Wolfgang
Hagen
Wie das Radio nicht erfunden wurde
 
Wolfgang Hagen spannt den Bogen von Heidegger über Hitler zur Enstehung
des Radios aus einem Gedankenübertragungsexperiment:
+ +[audio]*
|
:
Die Einführung

Am 15. April 2005 fand im Medientheater
der Humbold Universität die Einführungsveranstaltung unseres
Internetcolloquiums statt.
Was
ist ein Internetcolloquium? Wozu
Internetcolloquien? Für wen sind Internetcolloquien?
+ + [TEXT]+
+

:
Spielangebote
:
Teilnahmebedingungen
Das Colloquium ist offen für Interessierte.
Es stellt lediglich Möglichkeiten bereit und verlangt deshalb die
Initiative der Teilnehmer. Das Colloquium ist ungeeignet für Personen,
die „motiviert werden wollen“.
Scheine können bei entsprechenden Leistungen für
das Fach Soziologie von der Freien Universität und für das Fach
Medienwissenschaft von der Humbold Universität ausgestellt werden.
Für Studenten mit entsprechenden Studienfächern
besteht darüber hinaus die Möglichkeit, an ihrer jeweiligen
Universität in Absprache mit einem Dozenten eine Arbeit in dem Format
Media
for one herzustellen und auf unserer Seite zur Diskussion zu
stellen.
Treffen an akademischen und nicht akademischen Orten
können von Colloquiumsteilnehmer vorgeschlagen werden. Die Leitung
kann ggf. jedes Mal ein anderer Teilnehmer übernehmen.
Da es sich um ein Internetcolloquium handelt, gibt es keine
Anwesenheitspflicht. Scheine können deshalb auch nur bei (aktiver)
Beteiligung ausgestellt werden.
Welche Möglichkeiten der Beteiligung gibt es?
=>
Beteiligung
- + - -+ - -+ - - + - -+
- -+ -
:
Theoretische Grundlagen
Pflichtlektüre:
Michel Foucault, Archäologie des Wissens, p.115-190,
Frankfurt a.M. 1981
Weitere Literatur:
Michel Foucault: Ordnung
des Diskurses (pdf)
Gilles Deleuze: Postskriptum
über die Kontrollgesellschaft (pdf)
Ders.: Kontrolle
und Werden (pdf)
Luhmann: Die
Unwahrscheinlichkeit von Kommunikation (pdf)
Ders.:
Die Realität der Massenmedien [AUDIO] (Gespräch
mit Wolfgang Hagen) [TEXT]
Ders.:
Die
Realität der Massenmedien, 1. Kapitel (pdf)
Wolfgang Ernst: M.edium F.oucault
Weitere Links
Kittler):
Kittler: Farben
und Maschinen denken
http://www.hydra.umn.edu/kittler/kittlertxt.html
http://www.kunstradio.at/BIOS/kittlerbio.html
http://netzspannung.org/positions/lectures/iconic-turn/#Kittler
Weitere Links - MEDIEN:
http://homepage.univie.ac.at/Frank.Hartmann/Links/
:Diskurs
Sie können über die mailing-list Kommentare schreiben oder pdfs
versenden. Einige davon stellen wir auf die Seite >texts. Darüber
hinaus werden die Voraussetzungen für die Entstehung eines Wikis
bereitgestellt.
: Theorie &
Praxis
Welche Art der Praxis entwickelt werden wird, soll vom Diskurs abhängig
gemacht werden. Folgende Fragen könnten einen Ausgangspunkt bilden:
Wie werden Diskurse entfacht? Wie werden sie moderiert? Interviewtechniken,
mediale Ausdifferenzierung der Unterscheidung Interaktion-Anwesenheit-Sprechen
/ Interaktionsfreiheit-Abwesenheit-Schreiben. Welche Rolle können
mediale Inszenierungen spielen?
:
Ausgangspunkt
Unsere These ist, dass es weniger darum geht, eine immer avanciertere
Technik zu entwickeln, sondern darum, die bestehenden technischen Möglichkeiten
in anderer Weise zu nutzen und jene Punkte auszumachen, wo Konventionen
und tradierte Formate uns daran hindern, die Chancen der Gegenwart zu
ergreifen. Mit operativ herbeigeführten Brüchen, mit der Einführung
von Spielregeln, mit Entscheidungen für ungewöhnlichen Einsatz
von Medien, mit Übertragungen von Strukturen, Arbeitsweisen und Proportionen
von einem Medium auf ein anderes, mit der Neukombination von ästhetischer
und semantischer Dimension, mit experimenteller Adressierung
u.a. soll der Möglichkeitsraum, der in der Differenz zwischen dem
Potential des physischen Mediums einerseits und seinem Gebrauch andererseits
liegt, theoretisch und praktisch erkundet werden. Um diesen Differenzraum
zu erforschen, bedarf es einerseits technischen und praktischen Wissens
(um die Möglichkeiten des physikalischen Mediums nicht nur zu kennen,
sondern auch nutzen zu können) und andererseits einer Analyse der
Formate
und ihrer zwingenden Attraktivität.
[Vision]
[Möglichkeitsraum
der Digitalität]
- + - -+ - -+ - - + - -+ -
-+ -
Das
Selbstbewusstsein ist an und für sich, indem und dadurch, dass es
für ein anderes an und für sich ist; d.h. es ist nur als ein
Anerkanntes. Hegel,
Phänomenologie des Geistes
- + - -+ - -+ - - + - -+ - -+ -
|
:
Wozu Medientheorie?
Wolfgang Ernst / Till Nikolaus von Heiseler
"Es
gibt in der Tat diese zwei Konsequenzen aus der postmodernen Ästhetik:
Die einen sagen: weg von der großen ideologischen Erzählung,
(...) hin zu den Mikro-Erzählungen, an denen jeder selbst Autor oder
Autorin sein kann, aber letztlich immer noch der Ästhetik der Erzählung
folgt als Sinngebungs - Instanz. Die Alternative dazu ist, zu sagen, das
Bedürfnis nach Erzählung ist kein anthropologisches, sondern
immer schon eine Einflüsterung von Macht, die uns immer einflüstern
will, es muss Ordnung geben. Es muss eine narrative Ordnung geben. Selbst
wenn ihr euch die Narration selbst (...) herstellt, habt ihr euch damit
schon einer Ordnung unterworfen! Das ist das Interesse von Macht."
(Wolfgang Ernst)
Fassung 05/02 [pdf]
- [wiki]
: Wozu Emanzipation?
E-Mail
an meinen Freund Gusztáv Hámos
Emanzipation verstehen als etwas Prozessuales: als Dekonstruktion
von Herrschaft. Je nachdem, wie Herrschaft verstanden wird, führt
dies zu verschiedenen Emanzipationskonzepten. Im Text werden zwei Emanzipationsmodelle
unterschieden. Das eine basiert auf Umverteilung, das andere auf Anerkennung.
+ + [text]*
- + - -+ - -+ - - + - -+ -
-+ -
: Was bedeutet
Epistemologie?
 Wolfgang
Hagen erklärt den Begriff Epistemologie
in Bezug auf Michel Foucaults "Archäologie des Wissens".
Hierbei unterscheidet er Epistemologie deutlich von Erkenntnistheorie,
die immer der Subjektphilosophie verpflichtet bleibt.
+ [audio]
2 MB + + [text]*
- + - -+ - -+ - - + - -+ -
-+ -
Volker
Grassmuck
:
Freie Software für Kinder, 4 min
+ [AUDIO]
3MB + + [VIDEO]
8MB
: Die Geschichte der Freien
Software Bewegung, 10 min
+
[AUDIO] 8MB + +
[VIDEO] 18MB
: Was ist Freie Software?, 9 min
+ [AUDIO]
7MB + + [VIDEO]
15MB
- + - -+ - -+ - - + - -+ -
-+ -
: Das Überhörte
Nicht
alles, was sich emanzipieren müsste, ist minoritär. Denn neben
dem Idealmaß der Majorität und dem Antimaß der Minorität
gibt es dasjenige, das noch keine Kategorie bildet. In der Suche nach
dem, was jenseits der Kategorie liegt, konvergieren Epistemologie und
Emanzipation. + [pdf]*
- + - -+ - -+ - - + - -+ - -+ -
:
Präludium zu
"Gespräch
+
+ + ohne Titel"
Pit Schultz
und Till Nikolaus von Heiseler warten auf Dirk Baecker und unterhalten
sich dabei... [pdf]
|
:
Was verstehen wir unter einem Archiv?
+ + [audio]
2 MB + + [text]
*
- + - -+ - -+ - - + - -+ - -+ -
:
Was ist ein Medium?
Medientheoretiker
antworten auf die Frage, was ein Medium sei.
[mehr]
- + - -+ - -+ - - + - -+ -
-+ -
Theater als
Netzwerk?
Detlev Schneider, Matthias Lilienthal, Till Nikolaus von Heiseler und
Florian Schneider im Gespräch.
Detlev
Schneider Intendant des ITB (Imaginäres Theater Berlin) und künstlerischer
Leiter des TESLA
im podewilsschen Palais und Matthias Lilienthal, künstlerischer Leiter
von HAU
1, HAU 2 und HAU 3, sprechen über die Frage, ob und wie Theater als
Netzwerke funktionieren könnten. Ausgangspunkte sind die Klärung
des Begriffes Netzwerk und das Betrachten des Theaters vor dem Horizont
seiner Geschichte, seiner Funktion und seines konkreten Funktionierens.
+
+ [audio] 12 MB + + [pdf]*
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Wozu
Medientheorie?
"Wozu
Medientheorie" ist ein kollektives Schreibprojekt, in dem neue Formen
der wissenschaftlichen Kollaboration erprobt werden. Das Projekt wird
im Herbst 2005 mit einer Publikation in einem kleinen Wissenschaftsverlag
abgeschlossen.
[mehr]
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:
FIVE LOOPS
Tschad

Loops wiederholen sich
endlos. Material dieser Wiederholungen sind Bruchstücke und Abfälle.
Der Diskurs bewegt sich inhaltlich um die Zentren Freizügigkeit und
Freiheit der Kommunikation, Minderwertigkeit und Selbstreflexion.
[mehr]
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